
Insiderrunde Nordschwarzwald
Der Kurort Bad Wildbad ist Ausgangspunkt für eine kurvenreiche Motorradtour mit zahllosen Sehenswürdigkeiten durch den Nordschwarzwald.
Schwarzwald
Orte, Namen und was den Teilräumen ihr Gesicht gibt.
Der Schwarzwald ist Deutschlands Motorrad-Klassiker: Auf gut 150 Kilometern Länge reihen sich Höhenstraßen, enge Seitentäler, Aussichtsgipfel und Seen aneinander — von der Schwarzwaldhochstraße über Baden-Baden im Norden bis zum Feldberg im Hochschwarzwald. So stark befahren, dass einzelne Strecken im Sommerhalbjahr an Samstagen, Sonn- und Feiertagen für Motorräder gesperrt sind. Wer das einplant, fährt die guten Kurven ohne Ärger.

Die Schwarzwaldhochstraße als Teil der B500 zieht sich auf rund 60 Kilometern von Baden-Baden nach Freudenstadt über den Kamm des Nordschwarzwalds — die bekannteste Höhenstraße des Gebirges, weit geschwungen und aussichtsreich, an Wochenenden entsprechend voll. Klassischer Halt ist der Mummelsee unterhalb der Hornisgrinde, mit 1.164 Metern der höchste Punkt des Nordschwarzwalds. Am Ruhestein liegt das Zentrum des Nationalparks Schwarzwald, weiter südlich quert die Straße den Kniebis. Unten begleitet das Murgtal von Gaggenau über Forbach nach Baiersbronn den Kamm als kurviger, ruhigerer Zubringer.

Quer durch den mittleren Schwarzwald läuft die B33: von Offenburg das Kinzigtal hinauf, vorbei an den Fachwerkstädten Gengenbach und Haslach bis Hausach, dort ins Gutachtal über Hornberg und Triberg mit seinen Wasserfällen und weiter nach St. Georgen und Villingen. Das ist die schnelle Durchgangsachse und entsprechend befahren — die kurvigen Kilometer liegen in den abzweigenden Seitentälern, etwa hinauf nach Schiltach und Schramberg.

Die berühmten Kurvenberge liegen rund um Freiburg — und genau hier ist Planung Pflicht. Der Kandel (1.241 m) ist ein Kult-Kurvenberg und zugleich bekannter Startplatz der Gleitschirmflieger; die Auffahrt ab Waldkirch war wiederholt gesperrt, auch wegen Bauarbeiten; Status vor der Anreise prüfen. Auch am Schauinsland (1.284 m), einer früheren Bergrennstrecke, bestehen Einschränkungen, die man vorab abklärt. Wer es ruhiger mag: Das Simonswälder Tal, ein Seitental des Elztals ab Waldkirch, windet sich mit engen Kehren hinauf zu den Höhen Richtung Furtwangen — kurvenreich und wenig befahren.

Der Süden ist der höchste und raueste Teil. Der Feldberg ist mit 1.493 Metern der höchste Berg des Schwarzwalds und ganz Baden-Württembergs, der Belchen (1.414 m) einer der besten Aussichtsgipfel — bei Föhn reicht der Blick bis zum Alpenhauptkamm. Zwischen den Höhen liegen Titisee und der größere Schluchsee: in der Saison voll, landschaftlich aber der Kern der Region. Der schnellste Weg von Freiburg herauf führt durchs Höllental auf der B31 — enge Felsschlucht mit dem Hirschsprung, dafür stark befahrene Hauptroute. Hier oben ist es höher, kühler, die Saison kürzer als im Norden.

Wo nicht der Kamm das Ziel ist, lohnt die ausgeschilderte Schwarzwald-Panoramastraße: eine Ferienstraße über die westlichen Höhen mit weitem Blick über die Rheinebene bis zu den Vogesen. Am Fuß liegen die Weinorte der Ortenau und des Markgräflerlands — die Ecke für Tage, an denen es unten wärmer und ruhiger sein soll als auf dem Hochkamm.

Der Schwarzwald sitzt an einer der spannendsten Nahtstellen Europas. Jenseits des Rheins beginnen die Vogesen im Elsass — eigenes Revier, eigene Runde, vom Schwarzwald aus über die Rheinbrücken schnell erreicht. Nach Süden schließen bei Basel der Schweizer Jura und dahinter die Alpen an. Wer die Zeit hat, hängt an die Schwarzwald-Tour eine Dreiländerrunde durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz.

Der Kurort Bad Wildbad ist Ausgangspunkt für eine kurvenreiche Motorradtour mit zahllosen Sehenswürdigkeiten durch den Nordschwarzwald.

Pension Linde liegt im heilklimatischen Kurort Höchenschwand im Südschwarzwald, in ruhiger und dennoch zentraler Lage im Ort.
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