Beste Reisezeit, Höhenwetter und Anreise über A5 und A81
Die Hauptsaison im Schwarzwald reicht grob von Mai bis Oktober, mit den stabilsten Verhältnissen im Frühsommer und im September. In dieser Zeit sind die Höhen schneefrei, die Tage lang und die Strecken trocken. Die Schwarzwaldhochstraße (B500) ist als Hauptachse grundsätzlich ganzjährig befahrbar und wird im Winter geräumt – allerdings ist Motorradfahren auf 1.000 Metern bei Schnee, Eis und Nässe keine gute Idee. Hochlagen-Nebenstrecken und kleine Passsträßchen können dagegen bei Wintereinbruch zeitweise gesperrt oder schlicht zu gefährlich sein. In der kalten Jahreszeit prüft man den Wetterbericht für die Höhe, nicht für das Tal.

Beim Wetter gilt die Grundregel: Die Höhe macht den Unterschied. Während es in Freiburg oder in der Rheinebene sommerlich warm sein kann, ist es am Feldberg (1.493 m), an der Hornisgrinde und auf der Schwarzwaldhochstraße oft mehrere Grad kühler, windiger und neblig. Nasse, schattige Waldkehren trocknen langsam. Eine wind- und regendichte Lage, dazu warme Handschuhe, gehören auch im Hochsommer ins Gepäck.
Die Anreise ist unkompliziert. Von Norden und Süden läuft die A5 als Hauptachse durch die Rheinebene zwischen Karlsruhe und Basel – von ihr zweigen die Auffahrten in den West-Schwarzwald ab, etwa Richtung Baden-Baden für die B500 oder Richtung Freiburg für Schauinsland, Kandel und Höllental. Von Osten erschließt die A81 (Stuttgart–Singen) den mittleren und östlichen Schwarzwald mit Villingen-Schwenningen, Triberg und dem Hochschwarzwald. Quer durchs Gebirge führen die ausgebauten Bundesstraßen B31 (Freiburg–Höllental–Titisee–Donaueschingen) und B317 (Richtung Feldbergpass und Todtnau).
Ein praktischer Tipp zum Schluss: Nach Möglichkeit unter der Woche fahren. An sonnigen Wochenenden sind die Klassikerstrecken – allen voran die B500, der Kandel und die Seen – voll, und genau dann sind auch die Polizeikontrollen am dichtesten. Werktags ist nicht nur weniger los, die Strecken fahren sich auch entspannter, und an Zielen wie Mummelsee, Titisee oder Schluchsee findet man leichter einen Stellplatz.