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Schwarzwald

Motorradtouren im Schwarzwald

Strecken-Achsen, Bikertreffs, Tankstellen und fertige Tagesrunden – alles zum Fahren.

Die schönsten Strecken durch den Schwarzwald

Von der Redaktion gefahren und dokumentiert – mit Karte und GPX-Track zum Nachfahren.

Aufs D-A-CH gestiegen – unterwegs im Dreimarkenverbund
830 km

Aufs D-A-CH gestiegen – unterwegs im Dreimarkenverbund

Irgendjemand hatte mal gesagt, wenn du schon so oft in der Bodenseeregion unterwegs bist, dann solltest du dir mal den Schweizer Bereich genauer ansehen und unbedingt südlich des Bodensees fahren.

Brauereitour – Südwestdeutschland
560 km

Brauereitour – Südwestdeutschland

Im Schwarzwald gibt es mehr als dunkle Wälder und Schwarzwälder Schinken. Klar, die Schwarzwälder Kirschtorte gehört auch zu dem, was einem spontan beim Begriff „Schwarzwald“ einfällt.

Das unbekannte Zabergäu – und bekanntere Regionen darum herum
340 km

Das unbekannte Zabergäu – und bekanntere Regionen darum herum

Den Nordschwarzwald und das Zabergäu besuchen wir auf dieser Tour. Während der Schwarzwald und auch Tübingen und Ludwigsburg recht bekannt sind, wissen die wenigsten, wo das Zabergäu liegt und was es dort zu sehen gibt

Auf die ganz delikate Tour! Schwarzwald, Vogesen & Jura

Auf die ganz delikate Tour! Schwarzwald, Vogesen & Jura

Das Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und der Schweiz eröffnet fantastische Tourenmöglichkeiten für Motorradfahrer. Immerhin finden sich dort die Kurven von Schwarzwald, Vogesen und dem Jura.

Schwarzwald & Schweizer Alpen

Schwarzwald & Schweizer Alpen

Vom Schwarzwald in die Schweizer Alpen ist es gar nicht weit – und dazwischen finden sich eine ganze Reihe wundervoller Kurven.

Traumtouren in den Zentralalpen – Tirol, Schweiz & Dolomiten

Traumtouren in den Zentralalpen – Tirol, Schweiz & Dolomiten

Aus An- und Rückreise des M&R Lesertreffens ‘08 machten Rudi Malis & Frank Klose eine ganz eigene Traumtour, die über Schwarz­wald­hö­hen und durch die Zen­­tral­­al­pen führt.

Alle 29 Schwarzwald-Touren mit Karte und GPX-Track im Tourenportal von Motorrad & Reisen.Motorradtouren im Schwarzwald mit GPX-Tracks
Natur

Die Schwarzwaldhochstraße B500 – Fahren auf dem Kamm

Motorrad auf einer Landstraße durch Wiesen und Wald
Zwischen Bad Herrenalb und Loffenau

Die B500 hat einen anderen Charakter als die engen Talstraßen ringsum. Sie läuft über den Kamm des Nordschwarzwalds und reiht weite, langgezogene Bögen statt enger Kehren aneinander. Die Radien sind groß, die Hauptfahrbahn breit und gut ausgebaut, die Sichtachsen reichen weit über die offenen Höhen. Daraus entsteht ein fließender, gut kalkulierbarer Rhythmus – und genau daraus entsteht auch das Tempo, das die Hochstraße zu einer der am schärfsten überwachten Strecken im Südwesten macht. Wer den Kamm sauber fahren will, arbeitet mit Blick weit in die Kurve und gleichmäßigem Gasfluss, nicht mit kurzen Spitzen zwischen den Bögen.

Höhenlage und Wetter

Weite Abschnitte liegen zwischen 800 und 1.000 Metern, der Scheitel an der Hornisgrinde noch höher. In dieser Lage ist das Wetter ein eigener Streckenfaktor: Wolken und Nebel setzen sich auf den Kamm, während die Rheinebene in der Sonne liegt, der Wind steht quer über die freien Höhen, und die Temperatur fällt gegenüber dem Tal spürbar ab. Schattige Nordhänge und Waldstücke bleiben nach Regen lange feucht. Eine Lage wärmere Kleidung mitnehmen und mit wechselndem Grip rechnen, auch wenn es unten trocken und warm war.

Winter und Randsaison

Eine feste, jährlich angekündigte Wintersperre wie an alpinen Hochpässen hat die B500 nicht – als Bundesstraße und Zufahrt zu den Wintersportorten um Ruhestein und Mummelsee bleibt sie grundsätzlich offen. Für Motorradfahrer ist der Kamm im Winter trotzdem kein Terrain: In der Höhe liegt über Wochen Schnee, bei Sturm und starkem Schneefall wird der Kammabschnitt kurzfristig ganz gesperrt, und Streusalz wie Rollsplitt bleiben bis ins Frühjahr liegen. Die fahrbare Saison ist oben entsprechend kürzer als im Tal. In den Randmonaten kann in den schattigen Kurven noch Eis stehen, während unten längst gefahren wird – den aktuellen Zustand vor einer frühen oder späten Tour prüfen.

Andrang am Wochenende

An sonnigen Wochenenden und Feiertagen ist die Hochstraße stark befahren, und der Verkehr ist gemischt: Ausflugsautos, Wohnmobile, Reisebusse und Rennradfahrer teilen sich dieselbe Linie. An den bekannten Haltepunkten – Mummelsee, Ruhestein, Kniebis – sind die Parkplätze voll, Fußgänger queren die Fahrbahn, und hinter langsamen Kolonnen staut es sich auf den langen Bögen, wo Überholen verlockend, aber unübersichtlich ist. Wer die Kurven ohne Gedränge fahren will, startet früh am Morgen oder fährt unter der Woche. Als ruhigere Parallele auf niedrigerer Höhe bietet sich das Murgtal an, das den Kamm von Gaggenau über Forbach nach Baiersbronn begleitet.

Natur

Ferienstraßen im Schwarzwald – Alternativen zur Hochstraße

Der Schwarzwald ist von einem Netz ausgeschilderter Ferienstraßen überzogen. Sie sind touristisch beschildert, gut miteinander kombinierbar und ein sinnvoller Plan B, wenn der Kamm im Nebel steckt, gesperrt oder überfüllt ist. Jede hat einen eigenen Charakter.

Schwarzwälder Tälerstraße

Das Gegenstück zur Hochstraße auf Talniveau: Die Schwarzwälder Tälerstraße folgt den Flussläufen durch Murg- und Kinzigtal und verbindet die beiden Enden der Höhenstraße unten im Grünen – von der Ecke Rastatt/Gaggenau das Murgtal hinauf Richtung Freudenstadt und über Schiltach, Wolfach und Haslach durchs Kinzigtal nach Offenburg. Die Route ist weniger wetterexponiert und weniger überlaufen als der Kamm; die eigentlichen Kurvenstücke liegen in den abzweigenden Seitentälern, die von hier aus gut zu erreichen sind. Eine brauchbare Wahl für kühle oder unbeständige Tage, an denen die Höhe keinen Sinn ergibt.

Deutsche Uhrenstraße

Eine Rundstrecke durch den mittleren Schwarzwald, die die Orte der Uhrmachertradition verbindet – Triberg, Furtwangen, Schonach, Schramberg und Villingen-Schwenningen. Sie führt in mittlerer Höhe durch kurvige Bergwälder und lässt sich gut mit Stopps an Museen und Wasserfällen verbinden, ohne die ganz hohen, im Frühjahr noch feuchten Lagen anzusteuern.

Panoramastraße, Grüne Straße und Weinstraße

Die ausgeschilderte Schwarzwald-Panoramastraße zieht über die westlichen Höhen mit Blick über die Rheinebene bis zu den Vogesen – die Aussichtslinie mit milderem Klima als der Hochkamm. Die Grüne Straße (Route Verte) läuft quer über den Rhein und verbindet den Schwarzwald über das Höllental mit den Vogesen im Elsass – die naheliegende Klammer für eine Dreiländerrunde. Und die Badische Weinstraße begleitet den westlichen Gebirgsfuß durch die Weinorte von Ortenau, Kaiserstuhl und Markgräflerland: flach, warm und eine Option für heiße Tage oder wenn oben Regen steht.

Lärm und Restriktionen – der nüchterne Umgang

Motorradlärm ist im Schwarzwald ein Dauerthema, und Baden-Württemberg gehört zu den Ländern, die in der bundesweiten Debatte vorangehen. Beschränkungen an beliebten Ausflugsstrecken sind fast immer tagesbezogen: Sie greifen an Wochenenden und Feiertagen, wenn Andrang und Lärm am größten sind, und richten sich in erster Linie gegen zu laute und manipulierte Auspuffanlagen. Die bekannten Beispiele in der Region sind die Wochenend-Regelung am Schauinsland und die wiederkehrenden Sperren am Kandel – die Einzelheiten dazu stehen unter Streckensperrungen.

Motorrad in einer Waldkurve zwischen Bad Herrenalb und Loffenau
Kurvenfolge zwischen Bad Herrenalb und Loffenau

Kontrolliert wird meist per Standkontrolle: geprüft werden Papiere und die Eintragung der Auspuffanlage, teils wird der Standgeräuschpegel gemessen. Ein legaler, seriennaher und unveränderter Auspuff ist damit die einfachste Versicherung gegen Ärger. Wer dazu in Ortsdurchfahrten und in der Nähe von Aussichtspunkten und Wohnhäusern zurückhaltend am Gas bleibt, trägt zu genau dem bei, was die Strecken offen hält – jede vermeidbare Lärmspitze ist ein Argument mehr für die nächste Sperrdiskussion.

Die Lage entwickelt sich weiter: Über einzelne Strecken wird immer wieder neu entschieden, tageweise Beschränkungen können hinzukommen oder wegfallen. Verlässlich sind nur die Beschilderung vor Ort und die tagesaktuelle Meldung – beides vor der Tour prüfen, statt sich auf ältere Erfahrungen zu verlassen.

Fünf fertige Tagesrunden für eine Woche im Schwarzwald

Die folgenden fünf Rundkurse decken die wichtigsten Reviere ab und lassen sich über eine Woche gut kombinieren. Die Kilometer- und Zeitangaben sind grobe Richtwerte für entspanntes Fahren mit Pausen – wer fotografiert, einkehrt und Aussichten mitnimmt, plant großzügiger. Die Wochenend-Sperrungen am Schauinsland und teilweise am Kandel unbedingt beachten. Tag 1 – Schwarzwaldhochstraße-Runde: rund 120–150 km, gut ein halber bis ganzer Tag. Von Baden-Baden über die B500 hinauf zur Hornisgrinde, Stopp am Mummelsee, weiter über Ruhestein nach Freudenstadt und zurück. Highlight: die offene Höhenstrecke mit weiten Ausblicken. Einkehr am Mummelsee. Achtung: scharfe Tempo- und Lärmkontrollen. Tag 2 – Hochschwarzwald, Feldberg & Titisee: rund 100–140 km, halber bis ganzer Tag. Über die B31 durchs Höllental, am Titisee auf die B317 Richtung Feldbergpass (1.231 m) und nach Todtnau. Highlight: Pass- und Talwechsel rund um den höchsten Berg des Schwarzwalds. Einkehr am Titisee oder Schluchsee. Tag 3 – Kinzigtal: rund 120–160 km, ganzer Tag möglich. Vom Kinzigtal aus die Seitentäler erkunden, mit Abstecher nach Triberg zu den Wasserfällen. Highlight: ruhige, kurvige Talstraßen abseits der großen Achsen. Einkehr in Triberg, dort auch das Schwarzwaldmuseum als Schlechtwetter-Option. Tag 4 – St. Märgen & Kandel: rund 90–130 km, halber bis ganzer Tag. Über St. Peter und St. Märgen zur Hexenlochmühle bei Furtwangen, dann der kurvige Anstieg über den Kandel nach Waldkirch. Highlight: enge Kehren am Kandel und die Mühle mit zwei Wasserrädern. Wochenend-Beschränkungen am Kandel beachten. Tag 5 – Südschwarzwald: rund 130–170 km, ganzer Tag. Rund um Schluchsee und Todtnau die südlichen Höhen und Täler fahren, mit Blick auf Feldberg und Feldsee. Highlight: der größte See des Schwarzwalds und weite, ruhige Uferstraßen. Einkehr am Schluchsee.

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